Klytaimnestra

Sie steht so stolz, dass alle Blicke zu Ihr gehen
Und Sie hält ihnen allen stand.
Nichts zittert Ihr, Sie hebt die Hand,
Damit die Blickenden Ihr nicht im Wege stehen.

Doch wir verstehen nicht, sind nur bewegt vom Sehen.
Ihr Schatten flackert an der Wand –
Ihr Zögern zwingt mir den Verstand –
Dann überschreitet Sie im Gehen mein Verstehen.

Da: alle weichen wir, geben Ihr Raum
Dem Sie mit kühlem Lächeln naht
Und an Sich lässt, als ob er darum bat,

Durch den Sie geht, bis nur des Kleides Saum
noch einmal spöttisch an ihm rührt.
Was dann noch bleibt, hat Sie verführt.