Der Prinz

Ich komm zu dir, in diese Nacht,
Die um dich schon zu lange weilt.
Gefällst du mir, dann sei erwacht
Durch meinen Kuss, der fordernd heilt.

Die Rosen sind so dicht um dich,
Sie blühen und verwehren doch.
Noch scheinst du Kind, doch bist für mich
Ein Locken, das durch Dornen kroch.

Und schrecke nicht wenn du mich siehst,
Wenn meine Nähe an Dir bebt.
Komm in das Licht vor dem Du fliehst
Seit hundert Jahren – ungelebt.