Apoll vor dem Lorbeerbaum
Wie viel verstehst du bloß von meinem Klagen?
Alles was dich noch rührt ist Wind.
Und nun, da wir verschieden sind,
Muss ich alleine mein Verlangen tragen.
Das treibt mich um, in Nächten und in Tagen,
In denen ich, für andre blind,
Stets deiner Anmut Abglanz find,
In Gesten und in dem was Fremde sagen.
Wie konntest du nur Wurzeln schlagen,
Und dich aus Schüchternheit mit Blättern kleiden?
Kannst du dich wirklich so bescheiden
Und niemals mehr nach meiner Nähe fragen?
Ich will, was immer dir die Starrheit bricht,
Von meiner Göttlichkeit abgeben.
Verlass das Holz mit deinem Beben!
Reg dich! Lächle mir Röte ins Gesicht.